Top Anwälte für Strafrecht
Du suchst einen Anwalt für Strafrecht? Hier findest du eine Auswahl verifizierter und erfahrener Anwälte aus ganz Deutschland, die auf dieses Rechtsgebiet spezialisiert sind.
Häufig gestellte Fragen zum Strafrecht
Was tun nach einer Anzeige wegen Körperverletzung?
Nach einer Anzeige wegen Körperverletzung sollten Sie umgehend schweigen und keinesfalls Aussagen bei der Polizei machen. Kontaktieren Sie sofort einen Strafverteidiger, bevor Sie eine Vorladung erhalten. Ihr Anwalt prüft die Vorwürfe, sichert Beweise wie Zeugenaussagen oder ärztliche Atteste und entwickelt eine Verteidigungsstrategie. Bei Notwehr oder Nothilfe kann eine frühzeitige rechtliche Beratung zur Einstellung des Verfahrens führen. Sammeln Sie alle relevanten Unterlagen und Chatverläufe, die den Sachverhalt klären können. Jetzt Fall einstellen
Wie wehre ich mich gegen einen Strafbefehl?
Gegen einen Strafbefehl können Sie innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung schriftlich Einspruch beim zuständigen Gericht einlegen. Eine Begründung ist nicht erforderlich, aber empfehlenswert. Der Einspruch führt zur Hauptverhandlung, in der Sie Ihre Sicht darlegen können. Achtung: Das Gericht kann auch eine höhere Strafe verhängen (Verböserungsgefahr). Lassen Sie den Strafbefehl unbedingt von einem Strafverteidiger prüfen, bevor Sie handeln. Bei rechtzeitigem Einspruch gilt der Strafbefehl als nicht ergangen. Verpassen Sie die Frist, wird er rechtskräftig und vollstreckbar. Jetzt Fall einstellen
Wie läuft ein Strafverfahren in Deutschland ab?
Ein Strafverfahren beginnt mit dem Ermittlungsverfahren durch Polizei und Staatsanwaltschaft. Diese prüfen, ob ein Anfangsverdacht besteht und sammeln Beweise. Danach entscheidet die Staatsanwaltschaft über Anklageerhebung oder Einstellung. Bei Anklage folgt das Hauptverfahren vor Gericht mit Beweisaufnahme, Plädoyers und Urteilsverkündung. Sie haben das Recht auf einen Verteidiger und müssen nicht aussagen. Nach dem Urteil können beide Seiten Rechtsmittel wie Berufung oder Revision einlegen. Die Verfahrensdauer variiert je nach Komplexität zwischen wenigen Monaten und mehreren Jahren.
Was passiert bei einer Hausdurchsuchung?
Bei einer Hausdurchsuchung müssen Polizisten normalerweise einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss vorzeigen. Ausnahmen gelten bei Gefahr im Verzug. Sie müssen die Durchsuchung dulden, sollten aber höflich den Durchsuchungsbeschluss fotografieren und auf Ihrem Schweigerecht bestehen. Beamte dürfen Räume, Schränke und digitale Geräte durchsuchen sowie Beweismittel beschlagnahmen. Kontaktieren Sie umgehend einen Anwalt, noch während die Durchsuchung läuft. Unterschreiben Sie keine Protokolle ungeprüft. Sie dürfen die Durchsuchung beobachten und haben Anspruch auf eine Durchsuchungskopie. Dokumentieren Sie alles Beschlagnahmte. Jetzt Fall einstellen
Welche Strafen drohen bei Betrug nach § 263 StGB?
Betrug wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft. Bei besonders schweren Fällen wie gewerbsmäßigem Betrug, Bandenbetrug oder Betrug mit hohem Schaden drohen sechs Monate bis zehn Jahre Freiheitsstrafe. Das konkrete Strafmaß hängt von Schadenshöhe, Tatbegehung, Vorstrafenregister und Geständnis ab. Ersttäter bei geringem Schaden erhalten oft Geldstrafen oder Bewährungsstrafen. Ein Geständnis, Schadenswiedergutmachung und Zusammenarbeit mit den Behörden wirken strafmildernd. Bei Einstellung gegen Geldauflage bleibt ein Eintrag im Führungszeugnis aus. Lassen Sie die Erfolgsaussichten einer Verteidigung frühzeitig prüfen.
Was bedeutet Vorsatz im Strafrecht?
Vorsatz bedeutet, dass der Täter eine Straftat wissentlich und willentlich begeht. Man unterscheidet drei Vorsatzformen: Absicht (direkter Vorsatz erster Ordnung), wenn das Ziel erreicht werden soll; Wissentlichkeit (direkter Vorsatz zweiter Ordnung), wenn der Erfolg als sicher erkannt wird; und bedingter Vorsatz, wenn der Täter den Erfolg für möglich hält und billigend in Kauf nimmt. Vorsatz ist bei den meisten Straftaten erforderlich und grenzt sich von Fahrlässigkeit ab. Ohne Vorsatz liegt bei vielen Delikten keine Strafbarkeit vor, außer ein Fahrlässigkeitsdelikt ist explizit normiert.
Wann verjährt eine Straftat in Deutschland?
Die Verjährungsfristen variieren je nach Delikt erheblich. Mord verjährt nie. Bei Totschlag beträgt die Frist 20 Jahre, bei Körperverletzung mit Todesfolge 10 Jahre. Einfache Körperverletzung verjährt nach 5 Jahren, Beleidigung bereits nach 3 Jahren. Die Verjährung beginnt mit Beendigung der Tat. Sie kann durch Ermittlungshandlungen wie Vernehmungen oder Durchsuchungen unterbrochen werden, dann beginnt die Frist neu. Bei Sexualdelikten an Kindern ruht die Verjährung bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres des Opfers. Für konkrete Fälle sollten Sie die Verjährungsfristen genau prüfen lassen. Jetzt Fall einstellen